Archiv der Kategorie: Antizionismus

Veranstaltung: Der Judenhass und die „großen Deutschen“

Diskussionsveranstaltung mit Dr. habil. Benjamin Ortmeyer von der Goethe-Universität Frankfurt/Main: Die Tradition des Antisemitismus in der deutschen Geistesgeschichte.

An Universitäten, im Feuilleton und darüber hinaus beziehen sich heute noch Viele auf “große Deutsche” wie Luther, Kant, Fichte, Hegel, oder Wagner. Die antisemitischen Momente oder Grundausrichtungen in deren Werken werden dabei oft verschwiegen, relativiert oder geleugnet.

Auch an der heutigen Humboldt-Universität, deren erster gewählter Rektor Johann Gottlieb Fichte war, findet keine kritische Aufarbeitung dieses konstituierenden Kapitels der Universitätsgeschichte statt. Dabei war gerade auch der Antisemitismus der deutschen Dichter und Denker vor dem 20. Jahrhundert Bestandteil des geistigen Nährbodens der Nazi-Ideologie, die sich im Mai 1933 bei der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz so symbolträchtig äußerte.

Als Referent wird u. a. Benjamin Ortmeyer von der Goethe-Universität Frankfurt/Main auftreten, der momentan mit seiner Habilitationsschrift „Mythos und Pathos statt Logos und Ethos“, zu führenden Erziehungswissenschaftlern in der NS-Zeit für einiges Aufsehen und Diskussionen um die Umbenennung von Schulen, Plätzen und Straßen gesorgt hat.

Eine Veranstaltung des Antifa/Antira-Referats des AStA der ASH und der Jugendantifa Berlin.

Termininfos:

Mittwoch, 9. Juni 2010 19.00-21.30 Uhr

Humboldt-Universität Westflügel Raum 1070

Unter den Linden 6

Berlin

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Solidarität mit Israel

Vorläufiger Text für eine Anzeigenkampagne in deutschen Zeitungen. Mehr Infos unter: honestlyconcerned.info

„Solidarität mit Israel

An: Deutsche Politiker und Öffentlichkeit

Solidarität mit Israel

Wir, eine Gruppe besorgter Bürger, sind bestürzt über die neuesten Geschehnisse im Nahen Osten, über die Toten und Verletzten auf Seiten der Besatzung der Schiffe und der israelischen Soldaten, die Opfer einer gezielten Provokation vermeintlicher Friedensaktivisten wurden, die in Wahrheit aber die Hamas unterstützen und eine gewaltsame Konfrontation mit Israel suchten.

Seit Bekanntwerden der Aktion bietet Israel den sogenannten Free-Gaza-Aktivisten an, deren Hilfsgüter nach der Überprüfung auf waffentaugliches Material auf dem Landweg nach Gaza bringen zu lassen. Seit Wochen warnt Israel vor dem Versuch, die nach internationalem Recht legitime und der Verteidigung des Landes dienende Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Tausende von Raketen wurden in den letzten Jahren von dort auf israelische Städte abgefeuert. Die Blockade soll den Beschuss und jeglichen Waffenschmuggel in den von der Hamas beherrschten Gazastreifen unterbinden. Die auch von Deutschland als Terrorgruppe eingestufte Hamas kämpft gemäß ihrer Charta für die Vernichtung Israels.

Der israelische Versuch, den Schiffskonvoi zu stoppen, war ein legitimer und lebensnotwendiger Akt der Selbstverteidigung und die Reaktion auf eine vorsätzliche Provokation.

Israel befindet sich nicht im Konflikt mit der Bevölkerung Gazas. Humanitäre Hilfsgüter gelangen fast täglich in das Gebiet. Im vergangenen Jahr wurden pro Person mehr als eine Tonne Güter geliefert, über 15.000 Tonnen pro Woche.

Die selbsternannte „Hilfsflotte“ plante eine medienwirksame Denunzierung des jüdischen Staates. Offensichtlich war die gewaltsame Auseinandersetzung mit der israelischen Armee und damit die vorsätzliche Gefährdung der Anwesenden auf dem größten Schiff der Flottille Teil des Plans. Jeder Verletzte sollte als Opfer der Israelis dienen. Und der Coup gelang: Ohne gesicherte Informationen wurde Israel direkt nach den Auseinandersetzungen weltweit verurteilt.

Fakt aber ist: Nach internationalem Marinerecht dürfen Boote, die eine Blockade durchbrechen wollen, angehalten und geentert werden. Israel plante keinen Angriff auf eine Hilfsflotte. Fünf der sechs Schiffe folgten der Aufforderung zum Stoppen. Auf dem sechsten stürzten sich Extremisten, bewaffnet mit Pistolen, Messern, Schlagstöcken und anderen Waffen, auf die israelischen Soldaten, die sich von einem Hubschrauber abseilten, und versuchten sie zu lynchen. Die Folge waren Tote und Verletzte.

Wir protestieren gegen eine vorschnelle und einseitige Verurteilung Israels. Wir fordern, bevor geurteilt wird, eine Klärung aller Fakten der Geschehnisse. Wir rufen die deutschen Politiker auf, auch jetzt die Existenz und Sicherheit Israels zu verteidigen. Die Vorgänge im Nahen Osten dürfen unter keinen Umständen antisemitischen Agitationen als Alibi dienen.“

Quelle: honestlyconcerned.info